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Dr. Martina Panke
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Zoi Kathrin Güssow
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DGB-Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin

(033923) 740-0 
0175-5583728

www.dgbjugendbildungsstaette.de

 

Der Anteil gerade junger Menschen an den gering Qualifizierten ist seit den 90er Jahren wieder angestiegen. Menschen ohne abgeschlossene Ausbildung sind häufiger und länger arbeitslos. Sie geraten in eine wiederkehrende Abfolge von geringer Qualifizierung, unsicherer Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Die INNO-Initiative des Landes Brandenburg erprobt Wege, diesen Kreislauf zu durchbrechen, das Projekt Faktor Q(ualifikation) ist ein Modellprojekt in diesem Rahmen.

Die demographische Entwicklung im Land Brandenburg führt dazu, dass sich die Zahl der Schulabgänger/innen bis 2011 halbieren wird. Viele junge Leute, aber auch viele erwachsene und oft besonders motivierte und qualifizierte Arbeitskräfte verlassen Brandenburg auf der Suche nach einer Ausbildung, guter Arbeit und höherer Bezahlung. Es ist absehbar, dass es in einigen Berufssparten zu einem Nachwuchsmangel kommen wird. Das Projekt Faktor Q setzt an dieser Stelle an. Es bietet Qualifizierungsangebote im Betrieb und nahe an der Praxis statt. Die Qualifizierungsangebote sind arbeitsnah und bieten den Teilnehmenden bessere Chancen in dem konkreten Unternehmen, sowie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Unternehmen können mithilfe gezielter Qualifizierungen einem Fachkräftemangel vorbeugen.

Betriebsräte als Partner
Zentrale Kooperationspartner für das Projekt „Faktor Q“ sind die Interessenvertretungen der Arbeitnehmer, Betriebsräte und Jugendvertretungen. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Eine Aufgabe von Betriebsräten (nach § 80 und § 92 BetrVG) ist es, Beschäftigung im Betrieb zu fördern, zu sichern und zu initiieren. Dafür ist die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein wichtiges Feld.  Betriebsräte kennen aufgrund des persönlichen Kontaktes zu den Mitarbeiter/innen auch die Gründe, die diese davon abhalten, Weiterbildungen zu nutzen. Sie können an dieser Stelle aktiv dazu beitragen Konzepte zu entwickeln, die für die Beschäftigten sinnvoll sind und von ihnen angenommen werden. Nicht zuletzt kann eine nachhaltige Stabilität von Weiterbildungsstrukturen durch Vereinbarungen zwischen der Arbeitnehmervertretung und den Geschäftsleitungen gesichert werden.

Die Zielgruppe
Zielgruppe des Projektes sind sowohl gering qualifizierte Beschäftigte als auch (junge) Arbeitslose.

Faktor Q konkret
Im Rahmen des Projektes  initiieren, entwickeln und fördern wir unterschiedliche Maßnahmen.

  • Qualifizierungswege für Beschäftigte: Es werden innerbetrieblich Qualifizierungen geplant und durchgeführt, um Arbeitsplatzsicherheit, Verdienstmöglichkeiten und Berufsperspektiven gering Qualifizierter im Unternehmen zu verbessern.
  • Einstiegsangebote für junge Arbeitslose bei den Ruppiner Kliniken in Neuruppin: Betriebsräte, Geschäftsleitung und die Projektmitarbeiterinnen setzen sich dafür ein, dass auch junge Menschen mit geringen Vermittlungschancen eine Chance im Unternehmen erhalten. Erprobt wird eine Einstiegsqualifizierung, die anschließend in Weiterbildung, Ausbildung oder zu einem Arbeitsplatz führen soll. Das Amt für Arbeitsmarkt des Landkreises fördert die Teilnahme junger Hartz IV-Empfängerinnen.
  • Lernunterstützer im Betrieb: Die Integration bislang Arbeitsloser im Betrieb wird durch „Lernunterstützer“ gefördert. Hier stellt sich die Aufgabe für die Zusammenarbeit von Interessenvertretung, Geschäftsleitung und Projekt, wie diese durch betriebliche Vereinbarungen und Qualifizierung  unterstützt werden können.

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